Deutschland
Nach einer rückläufigen Umsatzentwicklung in den ersten drei Quartalen 2009 konnte
die deutsche 3M Gruppe im vierten Quartal erstmals wieder ein geringfügiges Wachstum gegenüber dem
Vorjahr ausweisen. Der Umsatzrückgang für das gesamte Geschäftsjahr 2009 betrug allerdings 10,0
Prozent.
„Da der größte Teil unseres Produktportfolios im Bereich der industriellen Märkte eingesetzt
wird, können wir mit dem Ergebnis insgesamt sehr zufrieden sein“, kommentiert Finanzdirektor Theo
Nöcker den Jahresabschluss. „Der Rückgang war nicht so stark, wie wir befürchtet hatten, und lag
erheblich besser als der des industriellen Produktionsindexes (IPI) für Deutschland“.
Im Gesamtjahr 2009 beliefen sich Inlandsumsatz und Direktexport der deutschen 3M Gruppe auf 805
Millionen Euro. Der Umsatz mit den ausländischen Schwestergesellschaften ging um 4,0 Prozent auf
1.003 Millionen Euro zurück.
Besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen waren die Bereiche Fluorpolymere (Dyneon GmbH), Produkte für die Automobilindustrie sowie allgemeine
Industrieprodukte, die insgesamt einen Rückgang von rund 18 Prozent zu verzeichnen hatten.
Positiv mit deutlichem Wachstum gegenüber dem Vorjahr entwickelten sich hingegen die
Geschäftsbereiche medizinische Produkte sowie Personenschutz-, Sicherheits- und
Arbeitsschutzprodukte. Dentalprodukte (3M ESPE AG) sowie der Bereich Kieferorthopädie (3M Unitek und
TOP-Service für Lingualtechnik GmbH) konnten die Umsatzerwartungen voll
erfüllen.
Die generell rückläufige Nachfrage aus dem In- und Ausland bedeutete eine geringere
Produktionsauslastung in den Werken, die im Allgemeinen durch ein sehr gutes Kostenmanagement
aufgefangen werden konnte, aber für das Werk Burgkirchen (Dyneon GmbH) zur Anzeige von Kurzarbeit
über einen längeren Zeitraum führte.
Insgesamt wurden durch umfangreiche Sparmaßnahmen die Gewinnerwartungen zwar erfüllt, allerdings
musste gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Reduzierung in Kauf genommen werden.
„Für 2010 erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Trends aus dem letzten Quartal des
Vorjahres“, so Theo Nöcker. „Dieser hält erfreulicherweise auch im ersten Monat des neuen Jahres
an, so dass wir insgesamt mit einem moderaten Umsatzwachstum und einer höheren Werksauslastung
rechnen. Da allerdings die Nachhaltigkeit eines Aufschwunges noch nicht gewährleistet ist, gehen
wir nach wie vor sehr vorsichtig mit unseren Ausgaben und etwaigen Investitionen um.“
Weltweit
Für das
vierte Quartal 2009 weist die
3M Company, St. Paul, USA einen Gewinn von 1,30 US-Dollar pro Aktie bei einem
Umsatz von 6,1 Mrd. US-Dollar und operativen Gewinnmargen von 21,9 Prozent aus. Damit legten Umsatz
und Gewinn pro Aktie gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent bzw. 69 Prozent zu. Unter Ausschluss von
Einmaleffekten im vierten Quartal 2008 steigerte sich der Gewinn pro Aktie im vierten Quartal 2009
um 34 Prozent. Die Gewinnzuwächse lagen in allen sechs Geschäftsbereichen des Unternehmens und in
allen geografischen Regionen im zweistelligen Bereich. Der freie Cashflow konnte im vierten Quartal
um 16 Prozent auf 770 Mio. US-Dollar verbessert werden.
Für das
Gesamtjahr 2009 wurden ein Umsatz von 23,1 Mrd. US-Dollar und ein Gewinn pro Aktie
von 4,52 US-Dollar gemeldet, das entspricht einem Rückgang von 8,5 bzw. 7,6 Prozent. Unter
Ausschluss von Sonderposten ging der Gewinn 2009 um 9,3 Prozent auf 4,69 US-Dollar zurück.
„2009 war nach jedem Maßstab ein äußerst erfolgreiches Jahr für 3M. Ich bin mehr als stolz auf
die Mitarbeiter des Unternehmens und ihre Leistungen in einem herausfordernden Jahr“, sagte Dr.
George W. Buckley, 3M Chairman, Präsident und CEO. „Wir haben glänzende Ergebnisse erzielt und
gleichzeitig mit 1,3 Mrd. US-Dollar Aufwand in Forschung und Entwicklung sowie einem Kapitaleinsatz
von über 900 Mio. US-Dollar weiterhin signifikant in unsere Zukunft investiert. Außerdem
verzeichneten wir für das Jahr eine operative Marge von 21,7 Prozent und lagen damit auf dem Stand
von 2008 – eine hervorragende Leistung inmitten der schwersten Rezession seit Anfang des letzten
Jahrhunderts.“
Und Dr. Buckley weiter: „Unser Unternehmen ist im Laufe des Jahres stärker geworden und hat
immer bessere Ergebnisse erzielt, was in einem herausragenden vierten Quartal gipfelte. Der Umsatz
in diesem Quartal verbesserte sich um 11 Prozent auf 6,1 Mrd. US-Dollar, denn alle sechs
Geschäftssparten erzielten gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung. Dank dieser Umsätze konnte der
operative Gewinn um 38 Prozent verbessert werden, wobei alle Sparten und Regionen zweistelliges
Wachstum vorzuweisen hatten. Das starke vierte Quartal stimmt mich äußerst optimistisch, dass wir
2010 und darüber hinaus weiter auf Erfolgskurs bleiben.“
Entsprechend hob 3M seine Gewinnprognose auf eine Spanne von 4,90 bis 5,10 US-Dollar pro Aktie
an. Zuvor war das Unternehmen von 4,85 bis 5,00 US-Dollar ausgegangen. Das Unternehmen geht von
einem Wachstum der organischen Umsatzvolumen von 5 bis 7 Prozent aus, wobei Währungseffekte mit 1
bis 2 Prozent zusätzlich zum Jahresumsatz beitragen.
3M ist eine Marke der 3M Company