In Form eines schmalen Streifens von derzeit gerade mal 1,8 Zentimeter Breite wird das Tuch
mithilfe eines automatischen Transportsystems, das in einen Reinigungskopf integriert ist, von
einer Rolle ab- und nach "getaner Arbeit" auf eine leere Rolle wieder aufgewickelt. Das
Funktionsprinzip entspricht dem eines Filmprojektors. Mittels Roboter wird der Reinigungskopf, den
3M ebenfalls in Kooperation mit einem Systempartner entwickelt hat, über die vorab exakt
bestimmbare Fläche geführt.
Zwei Unternehmen nutzen das neue Verfahren der automatischen Reinigung bereits. Bei einem
wird damit der Türflansch gereinigt, auf den anschließend die mit 3M Acrylic Foam Klebeband
ausgerüstete Türdichtung appliziert wird. Ein anderer Hersteller bedient sich des einzigartigen
Verfahrens für die Reinigung von Dachseitenwand-Rahmen und Dachaußenseiten vor dem Plasmatronlöten.
"In diesen beiden ersten Anwendungen zeigen sich die Vorteile der automatischen Reinigung ganz
deutlich", betont Klaus Malecki, Technischer Spezialist für Systemanwendungen. Neben Effizienz und
Produktivität nennt er dabei vor allem die wesentlich höhere Prozesssicherheit. "Durch den Ab- und
Aufrollprozess steht kontinuierlich ein sauberes Reinigungstuch zur Verfügung. Zudem werden
sämtliche zu reinigenden Flächen automatisch berücksichtigt, was zu kontinuierlich reproduzierbaren
Ergebnissen führt."
Das neue Verfahren lässt sich über die beiden genannten Beispiele hinaus in viele Segmente
des automobilen Produktionsprozesses integrieren, überall dort, wo eine Reinigung als
Zwischenschritt erforderlich ist. Potenzial dafür sehen die Entwickler in Presswerk und Rohbau, an
der Lackierlinie, bei Montage und Endmontage. Optimal gereinigte Oberflächen werden hier benötigt
vor dem Schweißen, Löten oder Kleben. Problemlos und effizient entfernen ließen sich damit
beispielsweise auch sogenannte Oversprays, die im Rahmen von Produktionsprozessen entstehen.
Mit eigenem Equipment im Neusser Technologiezentrum von 3M sind die hier tätigen Spezialisten
in der Lage, Reinigungsanwendungen des Kunden unter Laborbedingungen als automatischen Prozess zu
simulieren und sie in enger Kooperation und Abstimmung mit ihm seinen Bedürfnissen optimal
anzupassen. Auch die beiden genannten Beispiele automatisierter Prozesse sind in enger
Zusammenarbeit mit den Kunden bzw. mit dem jeweiligen Systempartner realisiert worden.
Leistungsstarkes Tuch
Das Scotch-Brite Hochleistungstuch 2011 ist das leistungsstärkste im 3M
Produktprogramm. Anders als herkömmliche Mikrofasertücher besitzt es eine "offene Webstruktur", die
Verunreinigungen selbst auf sensiblen Oberflächen wie Lack oder Glas schnell und rückstandsfrei
entfernt. Der Schmutz wird in die innovative Faserstruktur aufgenommen und zugleich von der
Oberfläche ferngehalten, um Mikrokratzer zu vermeiden. Wie Labortests bewiesen haben, reichen dank
des kanalartigen Aufbaus des Tuchs zudem selbst bei extrem schwierigen Verunreinigungen wenige
Wischvorgänge, um den Oberflächenglanz wiederherzustellen.
3M und Scotch-Brite sind Marken der 3M Company.