Bisher mussten die Dichtungen für die Karossiere in unterschiedlichen Sätzen jeweils für linke oder
rechte Türöffnungen vorgefertigt und immer just in time an der Linie sein. Zudem war deren Profil
mit Metallkern schwerer als die innovative, selbstklebende Version.
Dabei könnte die Dichtung jetzt endlos von der Großrolle kommen. Sie würde dann mit einem
durch Sensoren geregelten Roboterwerkzeug der Karosserieöffnung zugeführt und darauf mit exakt
definiertem Druck und Zug verklebt. Das neue Verfahren befindet sich im neuen Trainings- und
Anwendungszentrum von 3M in Neuss derzeit in der Erprobung für eine mögliche, künftige
Serienfertigung.
Die Stärke dieses neuen Applikationssystems, in dem neu entwickelte Klebebänder von 3M zum
Einsatz kommen, liegt in der Anwendbarkeit auf fast jeder Karosserievariante und dem jeweils vom
Hersteller verwendeten Fahrzeuglack. Weitere Vorteile: Neben einer Gewichtseinsparung von bis zu
vier Kilogramm pro Fahrzeug entfallen die Kosten für die Vorkonfektionierung der Dichtungsprofile
und die dafür notwendige Logistik.
Das Multi-Technologieunternehmen 3M präsentiert sich auch im Rahmen dieser neuen Entwicklung
nicht mehr als reiner Hersteller von Klebstoff und Klebeband, sondern vielmehr als integrierbarer
Systemspezialist für die Automobilindustrie. "Jetzt können wir gemeinsam mit den
Automobilherstellern den gesamten Klebeprozess beim automatisierten Kleben von Türdichtungen an Tür
und Karosserie weit vor Serienanlauf mit der Ermittlung von Prozessparametern unterstützen,
mögliche Fehlentwicklungen vermeiden und somit zur weiteren Kosteneinsparung beitragen", betont
Klaus Malecki, bei 3M Technischer Spezialist für Systemanwendungen. "Die deutsche
Automobilindustrie prüft zurzeit, welche positiven Vorteile ihr dieses innovative, selbstklebende
System bietet."
3M ist eine Marke der 3M Company.