Nachdem die bereits vorhandenen Werke in Hamburg und Düsseldorf-Reisholz nicht weiter ausgebaut
werden konnten, erwarb 3M am 29. März 1958 ein 220.000 Quadratmeter großes Gelände an der
Düsseldorfer Straße in Hilden. Zwei Jahre später konnte in der ersten Werkshalle mit der Produktion
von Klebebändern begonnen werden.
Innerhalb der folgenden Jahre wurde der neue Standort um zwei zusätzliche Produktionshallen
erweitert: Anfang 1963 fiel die Entscheidung zum Bau von Hilden II zur Herstellung von Scotchlite
Reflexfolien, 1966 wurde eine dritte Halle für die Montage von Kopiergeräten errichtet. Während
Klebebänder und Reflexfolien in Hilden noch heute zum Kerngeschäft gehören, können sich nur noch
wenige Mitarbeiter daran erinnern, dass dort - von 1967 bis 1969 - auch Kopiergeräte produziert
wurden.
Historische Meilensteine
Über die wichtigsten Innovationen im Produktionsbereich Klebebänder berichtet Walter Grohn, der
den Betrieb von 1967 bis 1986 leitete: "Im Jahr 1973 begann ein Team windelerfahrener Väter mit der
Entwicklung von Windelklebebändern. Sie legten damit den Grundstein für eine Produktionsschiene in
unserem Werk, die schon bald einen sehr bedeutenden Umfang einnahm. Ein weiterer Meilenstein war
1984 der Start eines hochmodernen Produktionszweiges für spezielle Klebebänder, die zum Beispiel in
der Automobil- und Flugzeugindustrie Verwendung finden." Die kontinuierliche Weiterentwicklung im
Bereich Windelverschluss-Systeme erreichte 1997 einen Höhepunkt: Hilden bekam den Zuschlag für eine
10 Millionen-Dollar-Investition in eine neue Produktionsanlage zur Herstellung eines mechanischen
Verschluss-Systems.
Auch Hans Hecking war dabei, als im Juli 1964 die Scotchlite Produktion in Hilden II anlief. Der
spätere Werksleiter erinnert sich: "Schon 1966 war der Bedarf an Reflexfolien so stark gestiegen,
dass wir eine zweite Produktionsanlage in Betrieb nehmen mussten. 1971 folgte eine dritte und 1974
eine vierte Anlage." Daneben wurde 1970 mit der Produktion von Scotchcal Dekorativen Folien für die
Automobilindustrie sowie für Außenwerbung und Kennzeichnung begonnen. Bis zum Jahr 1989, in dem
Hilden II das 25-jährige Bestehen feierte, erreichte das Produktionsspektrum eine enorme Vielfalt:
Um individuellen Kundenwünschen gerecht zu werden, stellte man Scotchcal Farbfolien in 17
Ausführungen und 700 Farbtönen her. Im Bereich Reflexfolien gab es zu dieser Zeit 20 verschiedene
Typen, darunter die hochreflektierende Folie "High Intensity Grade".
Hilden wächst weiter
Im Jahr 2004 erhielt der Standort Hilden den Zuschlag für eine weitere Investition für eine neue
Beschichtungsanlage in Höhe von 11 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren die Kunden- und Marktnähe
sowie die langjährige Produkt- und Technologie-Erfahrung des Standortes. "Mittels neuer
Technologien und einer veränderten Beschichtungsbreite der Anlage wird es möglich, unseren heutigen
Kundenstamm besser zu bedienen und gleichzeitig neue Märkte und Anwendungen zu erschließen", sagt
Gert Behling, Bereichsleiter Produktion und Ingenieurwesen der 3M Deutschland GmbH. "Die Anlage
wird außerdem zur Erreichung unserer Unternehmensziele und -initiativen wie Bestandreduzierung,
optimaler Service und höchste Qualität beitragen".
3M, Scotchlite und Scotchcal sind Marken
der 3M Company