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Clubschiff AIDAdiva: Mit IP-Technologie auf See


Juli 2007

Das weltweit erste Kreuzfahrtschiff mit einer durchgängigen Ethernet IP-Architektur absolviert in diesem Sommer seine Jungfernfahrt mit über zweitausend Passagieren im westlichen Mittelmeer. Die Urlauber können damit auch auf hoher See jederzeit interaktives TV, Telefon und Internetzugang nutzen. Für den optimalen Datenfluss auf dem von der MEYER WERFT in Papenburg gebauten Clubschiff sorgen auch mehr als dreitausend vorkonfektionierte Patchkabel des Volition Kupfer-Verkabelungsystems von 3M.

 


AIDAdiva_in_Fahrt_klein

Kreuzfahrten und Cluburlaube liegen voll im Trend. AIDA Cruises, Veranstalter und Reederei in einem, entwickelte daraus das Konzept des Clubschiffs. Der Erfolg gibt dem Marktführer für Seereisen in Deutschland Recht. Im April stellte das Unternehmen das vierte Clubschiff, die 252 Meter lange und 13 Deck hohe AIDAdiva, in Dienst. Das hochmoderne Kreuzfahrtschiff baute die niedersächsische MEYER WERFT. Das  Unternehmen mit einer 212jährigen Historie hat sich seit Mitte der 80er Jahre als weltweit renommierter Spezialist für den Bau von anspruchsvollen Passagierschiffen etabliert.

Die High-tech Werft baute das Schiff nach einem selbst entwickelten Baukasten-Prinzip. Bei dieser hocheffizienten Methode liegen zwischen Kiellegung und Auslieferung des Passagierschiffes lediglich 12 Monate.  Aus Stahlplatten schweißen die Spezialisten Sektionen mit der Versorgungs-Vorausrüstung. Die Sektionen fügt die Werft baukastenartig zu 65 hohlen 600 bis 800 Tonnen schweren Blöcken zusammen, die wie Scheiben aneinander gesetzt werden. In dieses Gerüst montieren Zulieferer die nach den Vorgaben der Werft fertig montierten Kabinen ein.

Für die Passagiere bietet AIDAdiva 18 Suiten, 648 Außenkabinen, die meisten mit Balkon, sowie 359 Innenkabinen. Sämtliche Kabinen hat die MEYER WERFT hochwertig ausgestattet. Ein schiffsumspannendes IP-Netzwerk verbindet alle Kabinen mit dem interaktiven TV-System. "Damit haben wir weltweit erstmals die analoge Technik auf einem Kreuzfahrtschiff komplett durch moderne IP-Technologie ersetzt", betont Peter Behrens, verantwortlicher Bearbeiter für IT- und Kommunikationsanlagen, von der MEYER WERFT GMBH. Das Netzwerk ersetzt die bislang im Kreuzfahrtschiffbau übliche, wesentlich umständlichere analoge Technik.

Je zwei innen bereits fertig verkabelte Kabinen teilen sich einen Versorgungspunkt. Dazu haben die Konstrukteure eine Servicenische in jeder Kabine integriert. Von dort gehen Patchkabel mit Volition RJ45 K6 Modulen von 3M in einen 8-Port Switch, der mit einem Hub verbunden ist. Allein für die Kabinenanschlüsse lieferte 3M über dreitausend nach Vorgaben der MEYER WERFT vorkonfektionierte, bis zu 25 Meter lange Kupfer-Patchkabel.

Mit Volition bietet 3M ein strukturiertes Verkabelungsystem für Kupfer- und LWL-Technologien. Die Volition RJ45 Module der Kategorie 6 verfügen über eine integrierte, selbst schließende Staubschutzklappe, die den Stecker während der Installation auf Baustellen schützt. Der patentierte Aufbau des Moduls vereinfacht die werkzeuglose Beschaltung erheblich. Der integrierte Farbcode und die intelligente Aderführung vermeiden Fehlkontaktierungen und garantieren konstante Beschaltungskräfte. Die wiederbeschaltbaren Module decken Datenraten bis zu 1 GBit/s ab. Die MEYER WERFT reduziert mit der IP-Technologie den Verkabelungsaufwand im Vergleich zu analogen Systemen erheblich und verkürzt die Montagezeiten weiter. Damit setzt jetzt auch auf hoher See die moderne Netzwerk-Architektur mit leistungsfähigen Routern die wirtschaftlichen und technischen Maßstäbe.

Die Passagiere von AIDAdiva können über das Netzwerk von ihrer Kabine aus telefonieren, Audio und Video on Demand nutzen, virtuell shoppen, Restaurants oder Landausflüge buchen.

Schon während der Abschlussarbeiten für AIDAdiva begannen bei der MEYER WERFT die Arbeiten am nächsten Schwesterschiff AIDAbella, das 2008 in See stechen wird. Zwei weitere folgen in Jahresabstand. Die Gäste der schwimmenden Hotels können auf jeder Seemeile ihrer Kreuzfahrt die Vorteile moderner IP-Technologie in ihrer Kabine genießen - wenn sie nicht gerade frische Seeluft an Deck schnuppern.

3M Telecommunications

Das amerikanische Multi-Technologieunternehmen 3M spielt mit Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Komponenten und Systemen sowie den damit verbundenen Beratungsleistungen seit Jahrzehnten eine führende Rolle in allen wichtigen internationalen Telekommunikationsmärkten. Neben Weitverkehrs- und Zugangsnetzen bietet es Lösungen für Unternehmensnetze sowie vor allem im Bereich der LWL-Verbindungstechnik Innovationen für alle Bereiche von FTTH (Fibre To The Home) Projekten. In Deutschland gehört der Bereich 3M Telecommunications zu einem von insgesamt sieben Geschäftsfeldern der 3M Deutschland GmbH mit Sitz in Neuss. Dieses Unternehmen erwirtschaftete 2005 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro.

3M und Volition  sind Marken der 3M Company.

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