Kreuzfahrten und Cluburlaube liegen voll im Trend. AIDA Cruises, Veranstalter und Reederei in
einem, entwickelte daraus das Konzept des Clubschiffs. Der Erfolg gibt dem Marktführer für
Seereisen in Deutschland Recht. Im April stellte das Unternehmen das vierte Clubschiff, die 252
Meter lange und 13 Deck hohe AIDAdiva, in Dienst. Das hochmoderne Kreuzfahrtschiff baute die
niedersächsische MEYER WERFT. Das Unternehmen mit einer 212jährigen Historie hat sich seit
Mitte der 80er Jahre als weltweit renommierter Spezialist für den Bau von anspruchsvollen
Passagierschiffen etabliert.
Die High-tech Werft baute das Schiff nach einem selbst entwickelten Baukasten-Prinzip. Bei
dieser hocheffizienten Methode liegen zwischen Kiellegung und Auslieferung des Passagierschiffes
lediglich 12 Monate. Aus Stahlplatten schweißen die Spezialisten Sektionen mit der
Versorgungs-Vorausrüstung. Die Sektionen fügt die Werft baukastenartig zu 65 hohlen 600 bis 800
Tonnen schweren Blöcken zusammen, die wie Scheiben aneinander gesetzt werden. In dieses Gerüst
montieren Zulieferer die nach den Vorgaben der Werft fertig montierten Kabinen ein.
Für die Passagiere bietet AIDAdiva 18 Suiten, 648 Außenkabinen, die meisten mit Balkon, sowie
359 Innenkabinen. Sämtliche Kabinen hat die MEYER WERFT hochwertig ausgestattet. Ein
schiffsumspannendes IP-Netzwerk verbindet alle Kabinen mit dem interaktiven TV-System. "Damit haben
wir weltweit erstmals die analoge Technik auf einem Kreuzfahrtschiff komplett durch moderne
IP-Technologie ersetzt", betont Peter Behrens, verantwortlicher Bearbeiter für IT- und
Kommunikationsanlagen, von der MEYER WERFT GMBH. Das Netzwerk ersetzt die bislang im
Kreuzfahrtschiffbau übliche, wesentlich umständlichere analoge Technik.
Je zwei innen bereits fertig verkabelte Kabinen teilen sich einen Versorgungspunkt. Dazu haben
die Konstrukteure eine Servicenische in jeder Kabine integriert. Von dort gehen Patchkabel mit
Volition RJ45 K6 Modulen von 3M in einen 8-Port Switch, der mit einem Hub verbunden ist. Allein für
die Kabinenanschlüsse lieferte 3M über dreitausend nach Vorgaben der MEYER WERFT
vorkonfektionierte, bis zu 25 Meter lange Kupfer-Patchkabel.
Mit Volition bietet 3M ein strukturiertes Verkabelungsystem für Kupfer- und LWL-Technologien.
Die Volition RJ45 Module der Kategorie 6 verfügen über eine integrierte, selbst schließende
Staubschutzklappe, die den Stecker während der Installation auf Baustellen schützt. Der patentierte
Aufbau des Moduls vereinfacht die werkzeuglose Beschaltung erheblich. Der integrierte Farbcode und
die intelligente Aderführung vermeiden Fehlkontaktierungen und garantieren konstante
Beschaltungskräfte. Die wiederbeschaltbaren Module decken Datenraten bis zu 1 GBit/s ab. Die MEYER
WERFT reduziert mit der IP-Technologie den Verkabelungsaufwand im Vergleich zu analogen Systemen
erheblich und verkürzt die Montagezeiten weiter. Damit setzt jetzt auch auf hoher See die moderne
Netzwerk-Architektur mit leistungsfähigen Routern die wirtschaftlichen und technischen
Maßstäbe.
Die Passagiere von AIDAdiva können über das Netzwerk von ihrer Kabine aus telefonieren, Audio
und Video on Demand nutzen, virtuell shoppen, Restaurants oder Landausflüge buchen.
Schon während der Abschlussarbeiten für AIDAdiva begannen bei der MEYER WERFT die Arbeiten am
nächsten Schwesterschiff AIDAbella, das 2008 in See stechen wird. Zwei weitere folgen in
Jahresabstand. Die Gäste der schwimmenden Hotels können auf jeder Seemeile ihrer Kreuzfahrt die
Vorteile moderner IP-Technologie in ihrer Kabine genießen - wenn sie nicht gerade frische
Seeluft an Deck schnuppern.
3M Telecommunications
Das amerikanische Multi-Technologieunternehmen 3M spielt mit Entwicklung, Herstellung und
Vertrieb von Komponenten und Systemen sowie den damit verbundenen Beratungsleistungen seit
Jahrzehnten eine führende Rolle in allen wichtigen internationalen Telekommunikationsmärkten. Neben
Weitverkehrs- und Zugangsnetzen bietet es Lösungen für Unternehmensnetze sowie vor allem im Bereich
der LWL-Verbindungstechnik Innovationen für alle Bereiche von FTTH (Fibre To The Home) Projekten.
In Deutschland gehört der Bereich 3M Telecommunications zu einem von insgesamt sieben
Geschäftsfeldern der 3M Deutschland GmbH mit Sitz in Neuss. Dieses Unternehmen erwirtschaftete 2005
einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro.
3M und Volition sind Marken der 3M Company.