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Deutschland > Sponsorinitiative "Unternehmen Schule"

Einzigartige Zusammenarbeit


Seit 10 Jahren kooperiert 3M erfolgreich mit Gymnasien

März 2010

Mit dem Ziel, die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung an Schulen zu fördern, startete 3M vor genau 10 Jahren seine Initiative „Unternehmen Schule“. Seitdem kooperiert das Multi-Technologieunternehmen an mittlerweile sechs deutschen Standorten intensiv mit ausgewählten Gymnasien in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Das Konzept sieht die nachhaltige Zusammenarbeit mit jeweils einem Gymnasium an einem der größeren Unternehmensstandorte in Deutschland vor. Das einzigartige Projekt zeigt beispielhaft, wie die Partnerschaft zwischen Schule und Wirtschaft gelingen kann.

 


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Für die nordrhein-westfälischen Partnerschulen und 3M war der runde Geburtstag Anlass, Zwischenbilanz zu ziehen. Im Neusser Nelly-Sachs-Gymnasium, wo im März 2000 auch die Auftaktveranstaltung zu der erfolgreichen Bildungsinitiative stattfand, feierte jetzt Ministerialrätin Renate Acht vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW mit den Bildungspartnern das 10-jährige Bestehen.

„Die 1998 veröffentlichten Ergebnisse der TIMS-Studie (Third International Mathematics & Science Studies) haben unser Unternehmen dazu bewogen, sich für die Förderung von Mathematik und Naturwissenschaften an Schulen einzusetzen. Unter dem Titel ‚Unternehmen Schule’ haben wir seinerzeit ein langfristig angelegtes Konzept für ein nachhaltiges gesellschaftliches Engagement im Bereich Bildung erarbeitet, das sich seitdem bestens bewährt hat“, so 3M Generaldirektor Günter Greßler. „In den vergangenen Jahren entwickelte sich eine intensive, lebendige Partnerschaft, für die sich jährlich über hundert unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Funktionen persönlich engagieren.“ Bei bislang fast 500 gemeinsamen Aktivitäten bekamen rund 8.000 Schüler der 3M Partnerschulen Einblicke in das Unternehmen, erhielten Unterstützung bei Forschungs-Wettbewerben und informierten sich über berufliche Perspektiven. Durch Workshops und Seminare erlebten sie Naturwissenschaft sowie Technik hautnah und wirkten aktiv im Unternehmensalltag mit. Durch die Verleihung des renommierten Preises „Freiheit und Verantwortung“, der unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft verliehen wird, erhielt das Projekt 2006 bundesweite Anerkennung.

„Die Initiative ‚Unternehmen Schule’ hatte von Beginn an Vorbildcharakter für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schule“, so die Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Barbara Sommer. „Mittlerweile haben zwei von drei weiterführenden allgemeinbildenden Schulen im Land Kooperationen mit Firmen. Davon profitieren die Schülerinnen und Schüler, die praxisnah lernen können, und die Unternehmen, die in ihre eigene Zukunft investieren.“

Gelebte Praxis – einige Beispiele von vielen

Wie „Unternehmen Schule“ in der Praxis gelebt wird, demonstrierten Schüler der vier nordrhein-westfälischen Partnerschulen anhand spannender Projekte: Dank der materiellen und Know-how-Unterstützung von 3M beschäftigt sich zum Beispiel die Technik-Physik AG des Helmholtz-Gymnasiums Hilden seit fünf Jahren mit der Brennstoffzellen-Technik. Die Gruppe hat einen gesponserten Elektroroller auf Brennstoffzellen-Technologie umgerüstet und mittlerweile schon das dritte Modell entworfen. Inzwischen hat ein Teil dieser Schüler bereits ein naturwissenschaftliches Studium aufgenommen. Aber auch die Jüngeren stellen ihr Wissen rund um die Brennstoffzelle unter Beweis und machen deutlich, dass sie an der Zukunft der Mobilität mitarbeiten wollen.

Um Energieeffizienz geht es den „Blauen Engeln“, der Schülerfirma des Neusser Nelly-Sachs-Gymnasiums, die erst am 2. März 2010 in Berlin mit dem Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung ausgezeichnet wurde. Seitdem die Gruppe sich vor gut zwei Jahren bei 3M angeschaut hat, wie Umwelt- und Energiemanagement professionell in einem Industrieunternehmen betrieben werden, gibt es eine regelmäßige Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen.

Seit Jahren fester Bestandteil im Unterrichtsprogramm des Städtischen Gymnasiums Kamen ist das Projekt „Robotersimulation“: Bei einer betrieblichen Erkundung im 3M Werk Kamen untersuchen die Schüler des Differenzierungskurses Physik/Informatik Automatisierungsprozesse, die sie dann mit gesponserten Elektronik-Baukästen nachbauen und -programmieren. Dabei lernen sie unter anderem, wie komplexe Arbeitsschritte einer Produktionsanlage zerlegt werden müssen, damit sie von Robotern erledigt werden können.

Dass praktischer Biologieunterricht vor der eigenen Haustür stattfinden kann, zeigen die Schüler des Gymnasiums Jüchen. Hier gab es in den vergangenen Jahren bei praktischen Experimenten und Übungen viel zu lernen: Welche Kleinlebewesen bevölkern den benachbarten Bach? Wie entwickelt sich die Population? Wie sieht es mit der Wasserqualität aus? Doch das Projekt ging über die chemische und biologische Bestandsaufnahme hinaus: Mit dem Ziel, einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten, hat die Schule mit Unterstützung von 3M und der Biologischen Station im Rhein-Kreis Neuss einen kleinen Bachabschnitt ökologisch umgestaltet.

Durch den Erfolg der Initiative hatte 3M Anfang 2007 seine Aktivitäten auch auf zwei bayerische Unternehmensstandorte ausgeweitet, die mit ihren Partnergymnasien in Altötting und Starnberg ebenfalls schon viele gemeinsame Projekte umsetzen konnten.

 

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