Zwei Auszubildende des Multitechnologiekonzerns stellten den Schülern des Differenzierungskurses
Informatik vor Ort verschiedene Einsatzmöglichkeiten der digitalen Technologie vor. Diese findet
zum Beispiel Anwendung bei der Steuerung von industriellen Produktionsanlagen und Maschinen. (in
der Steuerung von Maschinen. Heizungsanlagen oder bei Tempomaten im Auto/ mit denen.) Die Azubis
standen den interessierten Schülern Rede und Antwort, demonstrierten die Funktionsweise der
Technologie in Theorie und Praxis und stellten konkrete Aufgaben, die von den Seminarteilnehmern zu
lösen waren. Mit dieser Veranstaltung setzte 3M die Initiative „Unternehmen Schule“ fort, die das
Unternehmen zusammen mit dem Bildungsministerium NRW ins Leben gerufen hat.
Während der drei Seminartage am 28. Februar, 1. und 2. März hatten jeweils 12 Schüler einen
Vormittag lang die Gelegenheit, Industrietechnologie hautnah zu erleben. „Mit unserem Angebot
wollen wir den Schülern die Möglichkeit bieten, ihr Basiswissen in der Digitaltechnik zu erweitern,
zu konkretisieren und einen Einblick in industrielle Anwendungen zu bekommen“, erklärt Theo
Stoffels, Ingenieur Mess- und Regelungstechnik bei 3M. Als Projektverantwortlicher hatte er die
Veranstaltungen vorbereitet und zusammen mit den Auszubildenden durchgeführt.
Schüler testeten Lösungen direkt am Modell
In einer kurzen theoretischen Einführung definierten Rafael Mucha und Patrick Knabe, die eine
Ausbildung zum Mechatroniker
absolvieren, den Begriff der Regel- und Steuerungstechnik und referierten über die
wichtigsten Schlüsselkomponenten. Insbesondere konzentrierten sie sich dabei auf das Basiselement
SPS, eine spezielle Art von Industriecomputer. Fragen wie „Was ist eine SPS, also eine Speicher
Programmierbare Steuerung, aus welchen Funktionseinheiten besteht sie, was ist eine
problemorientierte Programmiersprache?“ standen im Mittelpunkt des Vortrags und vermittelten den
Schülern ein grundsätzliches Verständnis der Materie. Ein Verständnis, das umgehend überprüft
werden konnte, denn im Anschluss an das Referat verteilten Rafael Mucha und Patrick Knabe einige
Praxisaufgaben aus dem Bereich der Automatisierungstechnik an die Schüler. Unter anderem sollten
die Schüler beispielsweise definieren, dass in einem Tunnel bestimmte Lüfter anspringen, wenn
Rauchmelder einen Alarm auslösen. Die Ergebnisse wurden dann ausführlich besprochen und –
gewissermaßen als Praxistest – in ein reales SPS-Modell eingegeben. An dem Industriecomputer konnte
dann eindeutig überprüft werden, ob der erarbeitete Vorschlag auch tatsächlich funktionieren
würde.
Von der Theorie zur Praxis
Als nächstes stand die Besichtigung einiger für die Schüler interessanter Produktionsanlagen
sowie der zugehörigen Schalträume und Schaltschränke auf dem Programm. Hier konnten die Schüler
Einsatz und Funktion der Regel- und Steuerungstechnik im Unternehmen beobachten. Mit großem
Interesse betrachteten die Gäste jedes Detail und „löcherten“ ihre Gastgeber mit zahlreichen
Fragen. „Das Seminar war wirklich nützlich“, so die Meinung von Schüler Jan Philipp Gölz: „weil wir
einen guten Einblick in die Praxis bekommen haben.“ Auch Azubi Patrick Knabe hat neue Erfahrungen
gemacht: „Es ist schon ungewohnt, die Rolle des Lehrers zu übernehmen und sein Wissen auf diese
Weise weiterzugeben. Davon profitieren nicht nur die Schüler, auch wir haben bei der Vorbereitung
und während der Seminartage einiges dazugelernt.“
Mit der Initiative „Unternehmen Schule“ wollen 3M und das Bildungsministerium NRW eine
lebendige Verbindung von Schule und Wirtschaft schaffen. Das Ziel des Projektes: Schülerinnen und
Schüler sowie Lehrkräfte aus NRW sollen vom Know-how erfahrener 3M Mitarbeiter an den Standorten
Borken, Hilden, Kamen und Neuss profitieren. Dabei sollen Naturwissenschaft und Technik für
Schülerinnen und Schüler erlebbar gemacht werden – um ihnen die Hürde zur Beschäftigung mit den
entsprechenden, als schwierig geltenden Schulfächern zu nehmen.