Wachsende Mobilität ist ein Ausdruck unserer modernen, vernetzten Gesellschaft und eine
Notwendigkeit für die deutsche Wirtschaft als Europas Schnittstelle der Warenströme. Dabei werden
durch die veränderten Rahmenbedingungen im Straßenverkehr Risikopotentiale und auch die
Anforderungen an eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur weiter deutlich zunehmen. Wie werden
wir auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit bieten können, welche Innovationskräfte sind in
Unternehmen notwendig, um den steigenden Herausforderungen begegnen zu können und welche Chancen
bieten die staatlichen Investitionen durch die Konjunkturpakete? Diesen Themen widmete sich die
Konferenz „Verkehrsinfrastruktur und Verkehrssicherheit“, zu der die 3M Deutschland GmbH eingeladen
hatte. Vorträge, Anwenderberichte und Innovationen boten hier Lösungsansätze und Diskussionsstoff
für eine sichere mobile Zukunft an.
Die Idee für retroreflektierende Produkte reicht zurück in das Jahr 1937, als ein Straßenmeister
einem 3M Verkäufer vorschlug, eine Fahrbahnmarkierung zu entwickeln, die auch bei Nacht gut zu
sehen sein sollte. Die bald von 3M Ingenieuren gefundene Lösung, ein mit winzigen Glaskügelchen
beschichteter Klebestreifen, sah vielversprechend aus, hielt aber leider nicht dauerhaft auf dem
Asphalt. Doch als Lösung für den Straßenrand als Folie für reflektierende Verkehrsschilder
funktionierte diese Entwicklung ausgezeichnet. An einem neuen Autobahnkreuz in Minneapolis, USA,
wurden dann am 1. September 1939 die ersten Verkehrsschilder mit 3M Reflexfolie ausgestattet.
Einige Jahre später war auch das Projekt mit den Fahrbahnmarkierungsfolien erfolgreich.
Die zweitägige Konferenz wartete mit namhaften Gastrednern auf. Am ersten Tag widmete sich der
Kongress übergreifenden Themen für alle Teilnehmer. Nach der Begrüßung durch Jürgen Jaworski, 3M
Country Business Leader Industrial & Transportation, sprach MinDir. Prof. Dr. Ing. Josef Kunz,
Abteilungsleiter Straßenbau, Straßenverkehr, BMVBS, in seinem Grußwort über Stand und Perspektiven
zum Thema Straßenverkehrs- und Sicherheitspolitik des Bundes. MdB und Präsident der Deutschen
Verkehrswacht, Kurt Bodewig, wies danach auf die hohe Priorität bei der Verkehrssicherheit
nachhaltig hin. Marion Wenge, 3M Country Business Leader Display & Graphics, stellte in ihrem
Festvortrag die Geschichte der Reflexfolie vor und erläuterte ihre Bedeutung für den Straßenverkehr
damals und heute. Prof. Dr. Karl-Hans Hartwig vom Institut für Verkehrswissenschaft der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster schloss mit Ausführungen zur Straßeninfrastruktur als
Wachstumsfaktor im Investitionsbau den Vortragsteil ab. Daran anschließende Exkursionen boten
spannende Einblicke in die 3M Kultur der Innovationsfähigkeit, wagten einen Blick in die Zukunft
und ließen spannende Erfindungen zum Anfassen erscheinen. Die Teilnehmer konnten Reflexionen im so
genannten ‚Dark-Demoraum’ hautnah erleben und den Digitaldruck von Verkehrszeichen im Labor live
kennen lernen.
Am zweiten Tag wählten die Gäste ihre Vortragsreihe je nach persönlichem Interessensschwerpunkt
aus. Zum Thema Verkehrszeichenfolien konnten sich die Teilnehmer aus erster Hand bei Wolfgang
Klünspies, 3M General Manager Highway Safety, Ass. Jur. Dieter John, Geschäftsführer Deutsche
Studiengesellschaft für Straßenmarkierungen, Dir. Dipl.-Ing. Torsten Conradt, Landesbetrieb
Straßenbau u. Verkehr Schleswig-Holstein und Univ.-Prof. Dr. Ing. habil. Bernhard Steinauer der
Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule Aachen zu aktuellen Themen informieren.
Zum Thema Verkehrszeichenfolien sprachen MR Dipl.-Ing. Jürgen Menge vom Ministerium für
Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Rheinland-Pfalz, Gernot Sauter, 3M Manager Traffic
Safety Systems Laboratory, Obmann GVZ im Industrieverband Straßenausstattung e.V., Christian
Bargen, sowie 3M Marketing Operations Manager Oliver Wagner zur Bedeutung von Verkehrszeichen und
dem gezielten, sinnvollen Einsatz der innovativen Digitaldrucktechnik.
Über das Thema Kfz-Kennzeichenfolien informierten Karl-Heinz Egidy und Thomas Meier, beide 3M
Process Engineers Vehicle, und zeigten auch hier die Vorteile der Digitaldrucktechnik auf.
Der Kongress schloss für alle Teilnehmer mit dem Stand und Ausblick zur Europäischen
Harmonisierung in der Normung durch LBDir Michael Rohloff, Abteilungsleiter Straßenverkehrstechnik,
BASt, ab.
Neben der hohen fachlichen Kompetenz durch die Vortragenden bot der Kongress ausreichend
Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen. Marion Wenge betonte in ihren abschließenden Worten, wie
wichtig es sei, im Durchreiseland Deutschland die Wettbewerbsfähigkeit für alle zu erhalten. „Wir
begrüßen es sehr, dass Vertreter von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Gelegenheit genutzt
haben, sich untereinander auszutauschen. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam die notwendigen
Verbesserungen angehen, um die mobile Zukunft sicher zu machen.“
Ein Bericht, Vorträge und Fotos der Veranstaltung finden sie unter:
www.3Mverkehrssicherheit.de
3M ist eine Marke der 3M Company