Die Idee:
Ein effektiver, guter Arbeitsschutz stellt viele Anforderungen an Schweißarbeitsplätze - im
Sinne der Arbeitnehmergesundheit, aber auch im Sinne des Unternehmens, wenn es qualifizierte
Schweißerfachkräfte einstellen bzw. halten will. Vier Anforderungen sind dabei besonders wichtig:
Das richtige Anwenden von Absaugeinrichtungen für die Schweißrauchemission sowie das regelmäßige
und einfache Überprüfen ihrer Wirksamkeit, eine reduzierte Belastung durch Lärm und durch eine
ungünstige Körperhaltung sowie die effektive Instruktion und Schulung der Schweißfachleute.
Lehrfilme sind eine gute Möglichkeit, auf Gefahren hinzuweisen, der Lern- und Motivationseffekt
beim Arbeitnehmer ist jedoch häufig gering-
Die Umsetzung:
PIMEX (Picture mixed exposure) macht es möglich, eine Arbeitstätigkeit oder
Arbeitsplatzsituation mit Messgeräten und einer Videokamera gleichzeitig zu erfassen und synchron
zu speichern. Die im Anschluss an eine so genannte "Observation" sofort verfügbare Analyse der
Messdaten samt Videobild macht Belastungen, Emissionsgefahren und andere Gefahrenpunkte unmittelbar
und eindrucksvoll deutlich. Die Selbstwahrnehmung im Film steigert bei den Mitarbeitern die Wirkung
und die Motivation, das Verhalten zukünftig zu verändern. Daraufhin veränderte oder verbesserte
Bedingungen schlagen sich direkt in den Messdaten nieder.
PIMEX ist darüber hinaus auch dazu geeignet, die Anforderungen des Arbeitsschutzes zu
erfüllen und die notwendige Dokumentation der Gefährdungsanalyse zu übernehmen - im Film- und
Textformat.
Selbst erstellte Lehrfilme und Analysen darüber, welche Absauganlagen in Unternehmen jeweils
am effektivsten sind, lassen sich ebenfalls durch PIMEX realisieren.
Der Preisträger:
PIMEX ist ein Projekt der Kooperationsstelle Hamburg, die dem Referat der Behörde für
Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg angehört. Arbeitsschwerpunkte der
Kooperationsstelle sind Themen der Arbeitswelt, größtenteils im Bereich des betrieblichen Arbeits-,
Umwelt- und Gesundheitsschutzes.
Dipl. Volkswirt. Dipl. Sozialökonom Mario Dobernowsky, geboren 1956, ist stellvertretender
Referatsleiter. Er absolvierte von 1975 bis 1978 eine Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker,
verbrachte vier Jahre bei der Bundeswehr und schloss daran eine Ausbildung zum Elektroniker an
(1982-1984). Mario Dobernowsky studierte an der Universität Hochschule für Wirtschaft und Politik
in Hamburg von 1984 bis 1987 Wirtschaftswissenschaften und in den Jahren von 1987 bis 1989
Sozialökonomie. Seit 1989 ist Mario Dobernowsky Stellvertretender Referatsleiter der
Kooperationsstelle Hamburg, für die er den Preis stellvertretend entgegennimmt.
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